Radweg Harsewinkler Damm

FWG Aktuell Nr. 4

 

November 1998

 

Fast ein Jahr nachdem sich die FWG-Vorsitzende Liz Kammann in der Ratsitzung vom 16.12.1997 zur Fürsprecherin eines Antrags der Anlieger des Harsewinkeler Damms gemacht und den Bau eines Radwegs dringend befürwortet hatte, tut sich etwas beim Kreis in dieser Angelegenheit. Es sollen bereits Grundstücksverhandlungen laufen. Hoffentlich wird mit dem Bau nicht so lange gewartet, bis dort ein ernsthafter Unfall passiert ist. In diesem Zusammenhang weisen wir nochmals daraufhin, dass nach unserer Meinung auch an anderen Beelener Ausfallstraßen (z. B. Westkirchener Straße) der Bau von Radwegen dringend erforderlich.

 

 

FWG Aktuell Nr. 8


April 2001


Seit Jahren fordert die FWG den Bau eines Radweges am Harsewinkeler Damm. Da das Land NRW zur Zeit keine Finanzierungsmöglichkeit sieht, ist die Gemeinde Beelen bereit, einen provisorischen Ausbau vorzufinanzieren.

 

Auf Antrag der FWG hat die Gemeinde Beelen außerdem einen Betrag von 50.000 DM bereitgestellt, um eine erste Teilstrecke des Radweges an der Westkirchener Straße in Angriff zu nehmen. In den nächsten Jahren sollen dann weitere Teilstrecken bis zur Westkirchener Grenze ausgebaut werden. Die Trasse für diesen Radweg ist bereits im Flurbereinigungsverfahren vor vielen Jahren ausgewiesen worden, so dass Grundstückskäufe nicht mehr nötig sind. Wir sind nicht bereit, weiterhin auf das Land zu warten, sondern wollen die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand nehmen. Wir sind es unseren Bürgern, insbesondere den Kindern, schuldig, dass sie gefahrlos zum Dorf und zurück fahren können.

Die Glocke vom Dienstag, den 30. Oktober 2001

Am Harsewinkeler Damm

Die Anlieger sorgen für Fertigstellung des neuen Radweges

Beelen (wie) Samstag für Samstag stellen sich Anwohner des Harsewinkler Dammes in den Dienst einer guten Sache. Sie unterstützen, so gut es geht, den Bau eines provisorischen Radweges entlang der für Fußgänger und Radfahrer nicht ganz ungefährlichen Straße.

 

Nachdem Bäume gefällt worden waren, ging man am Samstag daran, den Radweg mit der ersten Schicht Feinkies zu versehen und diese festzuwalzen. Zusätzlich wurde noch Mutterboden angefüllt.

 

Demnächst werden die Seitenstreifen dann noch begrünt.

 

Das Engagement der Anwohner wird in der Beelener Bevölkerung mit großer Achtung registriert.

 

Und schon sind die ersten Spenden eingetroffen. Da das Arbeiten hungrig und durstig macht, hat die Freie Wählergemeinschaft die Getränkeversorgung übernommen. Metzgermeister Franz‑Josef Hartmann sorgte am Samstag dafür, dass die fleißigen Arbeiter zu Mittag bei Schweinshaxen, Sauerkraut und Püree wieder zu Kräften kamen.

 

Radweg Westkirchener Straße

Die Glocke vom Montag, den 3. November 2003

Radweg-Einweihung


Mit Eigeninitiative und Bürgersinn viel bewegt


Beelen (wie). "Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss." Mit diesem Zitat von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS­ Kinderdörfer, würdigte Bürger­meister Martin Braun am Sonn­tag den Einsatz der rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die innerhalb von drei Jahren in Eigenleistung einen 2600 Meter langen Radweg ent­lang der Westkirchener Straße hergestellt hatten.

 

Hauptmotor bei dem Unter­nehmen war FWG‑Ratsherr Hubert Sievert. Auf dessen Enga­gement anspielend, hatte die Interessengemeinschaft unter Federführung von Christoph Borgmann‑Thiemann den Rad­- und Fußweg auch "Hubertus ­Pättken" getauft. Zur Einwei­hungsfeier gestern Morgen hatte man eigens einen Bogen erstellt, unter dem Bürgermeister Martin Braun, seine Stellvertreterin Liz Kammann, Hubert Sievert sowie Reinhard Koch ein Absperrband symbolisch durchschnitten und so den Weg offiziell freigaben.

 

Der erste Radfahrer, der da­nach diese historische Stelle pas­sierte, war Ferdi Wiese, der sich mit Bart und fast schon altertüm­licher Verkleidung sowie einem selbst gebastelten, "histori­schen" Fahrrad präsentierte. Da­zu floss "kühles Blondes", und zur Feier des Tages schickte sogar die Sonne ihre Strahlen, nachdem man zuletzt das typi­sche Novemberwetter erlebt hat­te. So wurde es nicht nur eine würdige, sondern auch frohe Einweihungszeremonie.

 

In der Scheune des Anwesens Beermann am Baarbach über­reichten Bürgermeister Martin Braun und seine Stellvertreterin Liz Kammann allen am Bau beteiligten Personen ein symboli­sches "Dankeschön‑Paket", das einen sehr schönen Kunstkalen­der und einen Gutschein für den Besuch eines Konzertes der A-Capella Gruppe "Cale-Copf­-Companie" beinhaltete, die im März kommenden Jahres auf Einladung des Kulturkreises Beelen in der Axtbachgemeinde gastieren wird.

 

Martin Braun stellte das außer­gewöhnliche Bürgerengagement an Hand von Zahlen heraus: Mindestens 1300 Stunden unent­geltlicher Arbeit wurden geleis­tet, und der private Geräteein­satz belief sich auf rund 500 Stunden. "Ich konnte mich des öfteren von der hohen Qualität der Arbeit überzeugen", lobte der Bürgermeister ausdrücklich den ehrenamtlichen Einsatz. Dabei konnte sich die Interessenge­meinschaft auch auf die Unter­stützung der Beelener Firmen Spiering, Hövener und Koch verlassen. Auch ihnen sei es, so Braun, zu verdanken, dass der Radweg nur  90 000 Euro kostete, inklusive den Kosten für eine Brücke in Höhe von 40 000 Euro. "Wenn man bedenkt, was andere Radwege in jüngerer Zeit für Kosten verschlungen haben ist dies ein Spottpreis", waren sich die Beteiligten am Sonntag einig.

 

Von den Organisatoren war ferner zu erfahren, dass 2400 Quadratmeter Boden ausgeho­ben, 2000 Quadratmeter Schot­ter, 770 Tonnen Hartkalkschotter und Dolomitsand eingefüllt worden waren. Insgesamt wurde eine Fläche von 5200 Quadratmetern bearbeitet. In Zeiten leerer Kas­sen zeigten Beelener Bürger nach der Fertigstellung eines Radwe­ges entlang des Harsewinkeler Dammes so ein weiteres Mal, dass durch Eigeninitiative und Bürgersinn noch so manches zu bewegen ist.